NSG-Zachariassee - viel mehr als nur ein Baggersee...

Auch hier gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen und natürlich Maskenpflicht. Bitte nicht mehr als 2 Personen gleichzeitig in der Hütte!
Bitte Corona-Schutzmaßnahmen einhalten!

Hier erfahren Sie, was sich im Schutzgebiet Zachariassee gerade so abspielt:

 

März 2021:

  • mehr als 40 Bienenvölker im Naturschutzgebiet

    hat wieder ein  "Hobby-Imker" auf einer Fläche der Stadtwerke im NSG-Zachariassee aufgestellt. Jetzt, wo der Schwarzdorn mit seinem ersten Blütenangebot lockt, sieht man im Umkreis von einem Kilometer kaum noch ein anderes Insekt als die Hochleistungs-Honigbiene im Schutzgebiet. Rund 50.000 Bienen arbeiten und sammeln in einem Bienenstock. Bei 40 Völkern sind also  mind. 2 Millionen Honigbienen hier unterwegs, und machen den Wildbienen, Schwebfliegen, Schlupfwespen und ersten Schmetterlingen die erste, wichtige Nahrung nach der Winterruhe streitig. Imkerei ist Landwirtschaft und wenn der Flächeneigentümer das erlaubt (Stadtwerke Lippstadt, Herr Müller) dann ist das durchaus legal.

Mit Blick auf die Situation heimischer Insekten ist das nicht akzeptabel. Wie plädieren dafür, in Naturschutzgebieten keine Bienenvölker aufzustellen, zumindest nicht in dieser Menge. Mit unserer Forderung sind wir nicht alleine, aber die Honigbiene hat ein scheinbar unangreifbares Image, denn alle reden über das "Bienensterben", wovon die Honigbienen aber gar nicht betroffen sind. Der Stadtwerkechef hingegen ignoriert das Anliegen des Naturschutzes. Auf die Frage, wie er zu unseren Bedenken steht, gab es die knappe Stellungnahem: "Ich habe den Brief schon weggeschmissen...."..

 


Februar 2021:

  • Ist er nicht niedlich?

    Ohne Frage sind die Bären niedlich anzusehen. Aber hier im NSG sind sie "Problembären". Seit vier Jahren gibt es hier keinen Kormorannachwuchs mehr. Die Kormorane haben nach über 25 Jahren die Brutkolonie aufgegeben, nach dem auch die letzten drei Nester hoch in den Bäumen von den Waschbären geplündert wurden. Auch für unsere Bodenbrüter sind die Neubürger eine Katastrophe, kaum ein Wasser- und Wiesenvogelnest in Seenähe bleibt verschont.
  • Eine Bejagung der Bären ist wenig nachhaltig. Die Reviere werden sofort von Nachrückern nachrückern besetzt.
  • Mehr zum Waschbär gibt es hier
     


    Dezember 2020:

    • Fertig! Sie können wieder gefahrlos zur Beobachtungshütte  gehen.


       


      Dezember 2020:

        • Zeit für Reparaturmaßnahmen!

          Genau 10 Jahre ist es her, das der 40m lange Holzsteg zur Beobachtungshütte am Ufer des Zachariassee erneuert wurde. Jetzt ist es wieder so weit. Einige Bretter hatten wir sicherheitshalber schon ausgetauscht, aber jetzt ist der erste Tragbalken gebrochen und eine fiese Stolperkante entstanden - gerade jetzt in der trüben und dämmrigen Jahreszeit nicht ungefährlich. Ein Schild soll zunächst darauf aufmerksam machen. Noch in dieser Woche geht es los, die Handwerker erneuern den Weg bis zur Hütte komplett. Die Hütte muss dann für wenige Tage geschlossen bleiben - wir bitten um Verständnis


        • November 2020:

          • Zeit für Pflege und Gestaltungsmaßnahmen Der Wasserstand im See ist so niedrig wie noch nie um diese Jahreszeit. Das betrifft viele Gewässer im Land und kaum jemand bestreitet, dass der Wassermangel in ZUsammenhang mit einer Klimaerwärmung steht. Wir nutzen aber die Gelegenheit, im kleinen Schilfgebiet am NO-Seeufer kräftig einzugreifen.
            Schilfflächen sind wertvolle Biotope, in denen eine ganze Reihe von Spezialisten leben. Hier brüten im Frühjahr die Rohrammer, der Teichrohrsänger, die Wasserralle und mitunter auch der seltene Drosselrohrsänge. Im Herbst wird das dichte Schilf auch von Zugvögeln als Rastplatz aufgesucht. Gebietsbetruer Reinhold Lodenkemper ist bei dieser Gelegenheit das Foto der Bartmeise gelungen - ein schönes Beispiel. Damit das Schilf nicht von dem angrenzenden Weiden- und Erlendickicht nach und nach verdrängt wird, wurde es dringend Zeit, für einen massiven Eingriff, der bei höheren Wasserständen kaum möglich ist. Dazu ist hier viel Handarbeit erfprderlich, um den Schilbestand weitgehend zu schonen. Ein Landschaftsgartenbau-Unternehmen hat die Aufgabe übernommen und sogar seinen Häcksler ans Ufer gestellt.


          • Juli 2020:

            • Zeit für Pflege und Gestaltungsmaßnahmen Die Brutzeit ist vorbei, Wiesen und Grünland können und müssen jetzt gemäht werden, damit sie ihren Offenlandcharakter behalten. Erlen, Weiden und Birken lassen die Flächen schnell verbuschen. Sei werden jetzt also nicht nur die Landwirte im NSG bei Ernetarbeoiten sehen sondern auch uns, wenn wir die Pflegeeinsätze planen und koordinieren. Die ersten Zugvögel sind schon wieder auf dem Weg - man mag es nicht glauben, aber das ist normal. Flussuferläufer und die ersten Silberreiher sind bereits am Seeufer zu beobachten. suchten.


            Juni/Juli 2020:

            • Die Mauserrast der Graugänse ist vorbei, jetzt mausern vor allem die Nilgänse. Die große Zahl der Gänse prägt in diesen Sommerwochen das Bild des Sees, ganz zum Leidwesen des benachbarten Landwirtes. Er kann sich mit der großen Zahl rastender Gänse, die sich gerne auf seinem nährstoffreichen Grünland aufhalten, nicht gut arrangieren. Die großen Vögel hinterlassen reichlich Kot und Federn auf den Wiesen. Seine Vertreibungsmaßnahmen wirken immer nur kurz, Gänse sind sehr gelehrig - das macht sie so erfolgreich. Praktisch alle wildlebenden Gänse - ob Grau-, Nil-, oder Kanadagans sind irgendwann und irgendwie ausgewildert worden und vermehren sich seit einigen Jahren prächtig. Die Landesjägerschaft hatte einst ein großese Interesse an der Wiederansiedlung der Gaugans, die anderen Arten entstammen Wasservogelzuchtanlagen.   Mittlerweile sind sie heimisch geworden und vermehren sich dank reichlich Nahrungsangebot prächtig.  Die Jäger richten dagegen nicht viel aus.  Am Zachariassee ist die Jagd dazu ganzjährig sinnvollerweise untersagt - und von den Naturschützern wird jetzt erwartet, dass sie etwas gegen die wachsenden Bestände unternehmen... 


            April 2020:

            • Algenblüte  Der See wird auf Grund der Erwärmung und der starken Lichteinstrahlung von einer Algenblüte heimgesucht. Das Wasser ist braun-rot gefärbt. An windstillen Tagen sammeln sich die Algenmassen am Ufer und hinterlassen einen rostfarbenen Belag. Unsere Untersuchungen haben gezeigt: Es handelt sich um die sog. "Burgunderblut-Alge" (Planktothrix rubescens). Diese Alge kann sich aktiv bewegen und durch Gasbläschen in den Zellen ihre "Tauchtiefe" verändern. Normalerweise hält sich sich in mittleren Wasserschichten auf, aber bei bestimmten Bedingungen im Frühsommer kann sie sich an der Oberfläche vorrübergehend massenhaft vermehren. Wir haben zum wiederholten male schon im zeitigen Frühjahr frühsommerliche Bedingungen - ideal für Planktothrix. Für den Eisvogel ist das z.B. ein Problem, seine Ansitzjagd auf Beute ist im trüben Wasser wenig erfolgversprechend.
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            • Unsere Weißstörche im NSG brüten schon eine ganze Weile. Der erste war schon im Februar am Nest eingetroffen, ob es allerdings das gleiche Paar in der gleichen Beziehung ist, bleibt uns ein Rätsel - Störche sind nicht so Partnertreu wie man allgemein annimmt. Hier wird der Partner gerade zur Brutablösung begrüßt.

             

            • Der Zug der Watvögel (Limikolen) ist im Gange. Wer sich etwas auskennt, wird bei den Flötentönen der Grünschenkel sofort hellhörig. Oft reisen in Gesellschaft noch andere Limikolen mit, im April konnten wir eine Gruppe von 2 Grünschenkeln, 3 Bruchwasserläufern, 3 Flussuferläufern und 1 Kampfläufer beobachten, die im flachen Wasser nach Nahrung suchten.

             



            Die  Aussichtshütte am "Bleidiger Weg" in 59558 Lippstadt-Lipperode, - Prototyp für alle Aussichtspunkte im Kreis Soest - steht dort seit 1990. Unsere Idee war damals ungewöhnlich und wurde mit Skepsis betrachtet.  Aber mit Unterstützung des Lipperoder Heimatvereins, befreundeten Soldaten der Britischen "Churchill Barracks" in Lippstadt und nicht zuletzt mit Genehmigung  der Naturschutzbehörde beim Kreis Soest entstand dort eine schlichte Holzhütte. Sie ist erreichbar über einen barrierefreien Dielenweg und steht direkt am Seeufer. Der Blick über den See bietet die Möglichkeit zur stillen Erholung. Auch Rollstuhlfahrer mit Begleitung haben hier ihren Platz. Mit Fernglas und Spektiv kann man auf den  Flachufern zu jeder Jahreszeit zahlreiche Wasservögel beobachten.  

             

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Naturschätze Südwestfalen

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Das NSG-Zachariassee ist eines der 50 "Naturschätze Südwestfalens". Das Projekt führt durch die Region zu den schönsten Plätzen, an denen Natur erlebbar ist.  

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