Blattoberflächen: Der Lackabdruck

Weil die Blätter nicht durchsichtig sind, können wir die Oberfläche nicht mit dem Mikroskop untersuchen. Aber es gibt einen guten Trick: Das Lackabdruck - Verfahren

Arbeitsblatt Lackabdruck Du brauchst:

1. Klebefilm
2. Nagellack farblos
3. Objektträger und Deckglas
4. Blätter mit glatten Oberflächen.
Arbeitsblatt Lackabdruck Arbeitsschritte:

1.
Als erstes wird die Blatt Unterseite oder die Blatt Oberseite mit dem farblosem Nagellack an einer Stelle mehrfach betupft. Zwischendurch trocknen lassen. Danach noch mal fünf Minuten warten, bis der Nagellack gut getrocknet ist!
Arbeitsblatt Lackabdruck 2.
Nach den Aushärten des Nagellacks, klebt man ein Stück Klebefilm auf den Lackflecken und drückt ihn leicht an. 
Arbeitsblatt Lackabdruck 3a.
Jetzt wird der Klebefilm mit dem Lackabdruck vorsichtig vom Blatt abgezogen und auf einen Objektträger geklebt - fertig. Ein Deckglas kann man sich in diesem Fall sparen.
Objektträger 3b.
Je nach Blattbeschaffenheit und Lackqualität gelingt es auch gut, den dünnen Lackfilm mit einer Pinzette vom Blatt abzuziehen. Das Lackhäutchen wird dann auf den Objektträger gelegt und mit einem Deckglas ohne Druck auszuüben abgedeckt.
Mikrofoto Lackabdruck 1Mikrofoto Lackabdruck 2
Auch hier gelingt nicht jeder Abdruck auf Anhieb. Die Bilder zeigen Lackabdrücke von einem Rhododendron-Blatt. Links ein Abdruck der Oberseite, rechts von der Blattunterseite. Die Unterschiede: Auf der Blattunterseite befinden sich zahlreiche Spaltöffnungen (Stomata), die dem Gasaustausch (Blattatmung) dienen.
Aufgabe: Welche Gründe sprechen dafür, dass sich diese Öffnungen nur auf der  Unterseite befinden? Ist das bei allen Pflanzen so?




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